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Moneyguide zum Thema Private Haftplichtversicherung

Was ist eine Private Haftplichtversicherung überhaupt?

Kurze Info über "Private Haftplichtversicherung"


Im Gegensatz zur beispielsweise Kfz-Haftpfilchtversicherung stellt die Privathaftpflichtversicherung eine fakultative Versicherung dar, deren Name sich aus der gesetzlichen Verpflichtung zum Schadensersatz nach § 823 BGB ableitet. Diese Art der Versicherung schützt den Versicherungsnehmer einschließlich des Partners und unverheirateter, nicht berufstätiger Kinder vor Forderungen Dritter bis zur vertraglich festgelegten Deckungssumme.

Rund ein Drittel aller Haushalte besitzt keine Privathaftpflichtversicherung. Laut einer Umfrage des Forschungsinstitutes Emnid sähen 41.8 % davon keine Notwendigkeit darin. Vergessen wird hierbei das Risiko des persönlichen Ruins. Immerhin haftet der Schadensverursacher mit seinem gesamten Vermögen bis zur Pfändungsgrenze für entstandene Schäden.

Um die Leistung der Versicherungsgesellschaft in Anspruch nehmen zu können, muss der Schaden im privaten Bereich entstanden sein, abgedeckt werden die typischen Alltagsrisiken. Haftungen aus Haus- und Wohnungsbesitz, Sportübungen (ausgenommen sind die Jagd und bestimmte Wettkämpfe) und Tierhaltung (Ausnahmen wie z.B. Hunde, Pferde usw. werden über eine spezielle Tierhaftpflichtversicherung abgedeckt). Insofern es sich nicht um Glasschäden oder um Schäden an (elektrischen) Einbauten handelt, fallen Schäden an der Mietwohnung unter den Versicherungsschutz. Richtungsweisend für den Versicherungsschutz sind die weitgehend einheitlichen „Allgemeinen Haftpflichtbedingungen“ (AHB) sowie besondere Bedingungen und Beschreibungen – die sich zwischen den einzelnen Versicherern teilweise unterscheiden - des versicherten Risikos. Treten Veränderungen ein wie z.B. die Vermietung einer nach Vertragsbeginn geerbten Wohnung, müssen diese spätestens bei der jährlichen Anfrage des Versicherers mitgeteilt werden, um ebenfalls unter den Versicherungsschutz zu fallen.

Wichtig ist auch die Höhe der Deckungssumme, denn bei Unfällen gehen die Schäden möglicherweise in mehrfache Millionenhöhe. So kann beispielsweise der Unfallverursacher auf Schmerzensgeld, Behandlungskosten, Verdienstausfall, lebenslange Pflegekosten und den behindertengerechten Umbau der Wohnung sowie des Fahrzeugs verklagt werden. Da ein Drittel der Haushalte keinen Versicherungsschutz besitzt ist es sinnvoll, wenn die eigene Privathaftpflichtversicherung die so genannte Forderungsausfalldeckung umfasst.

Hat der Schadensverursacher keine oder keine ausreichende Versicherung, zahlt die Versicherung des Geschädigten, wenn dieser einen rechtskräftigen gerichtlichen Titel gegen den Verursacher vorweisen kann. Der Umfang einer Versicherung sollte individuell ausgewählt werden, denn nicht jeder braucht alle Extras. Die Privathaftpflichtversicherung ist in jedem Fall eine kostengünstige Möglichkeit sich im schlimmsten Fall vor dem eigenen finanziellen Ruin zu bewahren.

Die Private Haftpflichtversicherung im Vergleich