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Moneyguide zum Thema Krankenversicherung

Was ist eine Krankenversicherung überhaupt?

Kurze Info über "Krankenversicherung"


Die Krankenversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt, denn sie erstattet den Versicherten zum einen die Kosten des Arztbesuches sowie der Medikamente und übernimmt weiterhin die Finanzierung dringend notwendiger Operationen. Ohne eine Krankenversicherung müssten diese Kosten selbst bezahlt werden, was unter Umständen zum finanziellen Ruin bzw. zu einer Unterversorgung im Gesundheitsbereich führen kann.

In Deutschland existieren grundlegend zwei Arten der Krankenversicherung. Dies ist zum einen die gesetzliche Krankenversicherung. Diese ist eine Pflichtversicherung, der alle Arbeitnehmer, deren Einkommen unter der Pflichtversicherungsgrenze liegt, angehören müssen. Weiterhin können sich Selbstständige und Freiberufler auf Wunsch freiwillig über die gesetzliche Krankenversicherung versichern. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung orientieren sich an einem durch die Politik festgelegten Leistungskatalog, der in den letzten Jahren zunehmend gekürzt wurde. Der Grund für diese Kürzungen ist zum einen die erhöhte Lebenserwartung der Deutschen und zum anderen die Kostenerhöhung für Behandlungen aufgrund des medizinischen Fortschritts.

Die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung werden in jedem Fall prozentual vom Bruttoeinkommen des Arbeitnehmers berechnet. Bisher lagen diese Beitragssätze der Versicherungsunternehmen unterschiedlich hoch, ab 2009 müssen alle Versicherten einen einheitlichen Beitrag von 15,5% ihres Bruttoeinkommens bezahlen. So wird erreicht, dass eine Umverteilung von hohem zu niedrigem Einkommen stattfindet und wirklich alle Versicherten die für sie notwendigen Leistungen, die jedoch nur die medizinische Grundversorgung betreffen, erhalten.

Auf der anderen Seite besteht in Deutschland für Selbstständige, Freiberufler, Beamte und Arbeitnehmer mit hohem Einkommen die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Diese zeichnet sich im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung durch meist höhere Leistungen aus. Welche dieser Leistungen im Einzelnen genutzt werden, kann jeder Versicherte anhand eines Baukastensystems selbst entscheiden. Die Beiträge für die private Krankenversicherung orientieren sich nicht am Einkommen, sondern am Alter, am Geschlecht sowie am Gesundheitszustand.

Somit sind private Versicherungsunternehmen auch nicht zur Aufnahme der Antragsteller verpflichtet, in Fällen schwerer Erkrankungen kann sogar die Ablehnung erfolgen. Dass auch Selbstständige und Freiberufler einen Anspruch auf eine Krankenversicherung haben, soll ab 2009 der so genannte Basistarif eingeführt werden, der ähnlich wie die gesetzliche Versicherung eine medizinische Grundversorgung zu günstigen Preisen bietet.